Gastbeitrag von Petra und Klaus

Ein „Gespräch“ zwischen Petra und Klaus

 

Morgengassi

Ich lief heut‘ Morgen so vor mich hin,
nach einfach so dümpeln stand mir der Sinn.
Und so nen Aufmerksamkeitsknick,
den findet meine Minha schick.

Ganz heimlich still und leise,
warf sich die Maus schnell mal in ……..
Dann lief, statt schwarz und weiß – man staun‘ –
ein Hund an mir vorbei in braun.
Anbei noch ein Geruch – dezent
man diesen eher nicht benennt.

Ein kleiner Bach, nicht weit gelegen,
erwies sich dann zum Glück als Segen.
Ich formte aus der Schlepp ein Band,
was ich um Minhas Hälslein wandt.

Mit einer Tüte um die Hand zum Schutz
gegen diesen üblen Schmutz,
zog ich ihr dann, mit leichtem Graus,
das „leckere“ Geschirr dann aus.

Zum Bach stieg ich dann endlich runter,
und wusch und wusch, nun wieder munter,
bis alles wieder sauber war,
bis auf die Minha – ist ja klar.

So füllte Wasser ich dann fein
in die kleine Tüte rein,
ließ es dann auf Minha fließen –
so richtig tat sie’s nicht genießen.

Ein bisschen Hals und Schulter reiben,
so ließ sich Schmutz und Duft vertreiben.
Geschirr an Hund, das Halsband runter,
einmal schütteln – wieder munter.

So liefen wir dann wieder weiter –
und unser Tag war wieder heiter.

Liebe Grüße Petra

 

Antwort von Klaus

Hallo Petra,

zu dem Gedicht aus prallem Leben
muss ich auch meinen Senf zugeben:
Vom großen Zeh bis zu den Ohren,
du bist fürs Reimen wohl geboren.

Ganz schön wird selbst der größte Mist,
wenn er verpackt in Versen ist.
Und selbst geruchlich schlechter Dunst,
wird so geschickt zu hoher Kunst.

Es stimmt, es riecht nicht angenehm,
ist anschließend auch unbequem,
vielleicht ward’s Minha auch zur Qual
dein Bachbettwaschungsritual.

Und doch, die Maus hat’s gut gemacht,
ich hab da nämlich den Verdacht,
Luke hätt‘ da nicht nur drin gesessen,
der hätt den Sch… gleich aufgefressen.

So frag‘ ich mich bei all dem Mist,
im Endeffekt was besser ist?

Viele Grüße Klaus

 

Antwort von Petra

Ach Klaus…

ich habe den Verdacht,
das hat die Minha auch gemacht…
bestimmt hat sie probiert vorher
worin sie rieb sich kreuz und quer.

Auch hier ist uns der Hund voraus,
er sagt’s nicht nur, er führt es aus.

Denn wie oft hört man jemand sagen:
„Das war so gut, dass ich würd‘ wagen
mich drin zu wälzen wonnevoll
das wär‘ so gut, ach wär‘ das toll!“

Drum sei ein Vorbild uns das Tier
zu leben in dem Jetzt und Hier,
erkennen, was wir wirklich wollen
nicht nur zu reden, oft geschwollen,
sondern zu tun, was uns behagt,
denn wer ein solches wirklich wagt,
der wird bestimmt an Glück gewinnen
auch wenn es heißt, er würde spinnen.

Und wenn das Glück des einen dann,
den andren ganz schön nerven kann,
dann findet sich, sucht man mit Willen,
ein Weg für beide um zu chillen,

Hier mal getrennt, dort mal gemeinsam
und so im Herzen niemals einsam.

Liebe Grüße Petra

 

…die letzte Antwort von Petra

Und übrigens hat heute
– ihr ahnt es schon, ihr lieben Leute –
die Minhamaus erneut genossen,
was mich die Tage schon verdrossen.

Ich stand sogar genau daneben
und sah ihr lächelnd dabei zu,
erst als sie aufstand sah ich eben
unter ihr den „Rest von Kuh“.

Sie wollt‘ sich dann zum Speisen neigen
doch rief ich ganz schnell: „Minha – zeigen!“
Da brachte sie dann, wie schon oft,
ein Stück zu mir, ganz wie gehofft
und ließ es, Gott sei Dank, dann fallen,
worauf ich ließ den Clicker knallen!
Es gab dann Leckerchen, ein paar,
mal hier mal dort, ganz wunderbar.

Verhindert war das Fressen so,
doch ihre Schulter – oh, oh, oh!
– die war ganz braun und duftig.
Nach Hause fuhr’n wir dann recht luftig…

Daheim wurde gewaschen rein,
was wieder war – und sollt‘ nicht sein.

Ich hoff‘ ein Hobby wird das nicht –
darauf wär‘ ich nun nicht erpicht!

Vielleicht wird sie einmal erkennen:
Man muss nicht hin zur Sch…e rennen,
wenn man will Wohlgefühl am Rücken.
Man kann sich auch in Erde drücken,
oder in Gras, in Moos, in Sand,
davon gibt es ja allerhand.

Geruchlich müsste sie nichts missen,
das fände sie wohl auch besch….
Ich würde Harzer Käs‘ ihr geben,
versprochen ist’s, bei meinem Leben!
Ich geh gleich morgen einen kaufen
den tausch‘ ich dann gegen die Haufen.

Und wird es doch nicht immer klappen
dann putz‘ ich wieder mit nem Lappen.
Zur Not leb‘ ich auch mit Gestank,
denn ohne Minha würd‘ ich krank.

Ich lass jetzt auch das Dichten sein
und kuschel mich ins Bett hinein,
die Minha kuschelt sich dazu,
dann schlafen wir in guter Ruh.

Liebe Grüße Petra

 

Anmerkung Samira: Menschen die so wundervoll dichten können, müssen auch im realen Leben ganz wundervoll sein!

 

 

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