Gastbeitrag von anonym; Originaltext Das Leid der Vermehrerhunde 

Augen auf beim Tierschutz !!!

Zum Wohle des Hundes..?
Ehemaliger Zuchtrüde sucht ein neues Zuhause…..

Anfang letzter Woche haben wir uns bei einer Tierschutzorga ( die sich überwiegend für Vermehrerhunde einsetzt) um einen Golden Retriever Rüden (unkastrierter Rüde) beworben. Einige Tage später rief uns die Vorsitzende des Vereins an um ein kleines Vorgespräch zu führen. Sie sagte uns auch, dass wir an 3. Stelle seien und am WE Leute zu der Pflegestelle bei Ingolstadt kommen um sich den Rüden anzusehen. Würde der Funke überspringen, dann dürfe der Rüde gleich mitgenommen werden. Wir sollten diese Zeit abwarten, dann würde sie sich wieder melden, um zu berichten oder um einen Vorkontroll-Termin zu vereinbaren.

Am Dienstag dieser Woche habe ich mich dann noch einmal gemeldet, da sagte mir die Vorsitzende, dass der Rüde noch bei der Pflegefamilie sei und sie ein Mitglied des Vereins, dass in unserer Nähe wohnt mit der Vorkontrolle beauftragen werde. Am gleichen Abend rief auch eine nette Frau an, in deren Familie der Rüde zur Pflege wohnt. Wir machten spontan einen Termin für Donnerstag gegen 15:00 Uhr aus, sie sagte, dass sie ihn auch gleich mitbringen werde, um zu sehen, ob unser Hoomer (unkastrierter Rüde) und er harmonisieren würden. Denn letztendlich haben mein Mann und ich die Entscheidung vom Verhalten unseres Hundes abhängig gemacht, käme er nicht mit ihm zurecht, dann bräuchten wir nicht weiter zu reden. Diese Meinung wurde auch von der Pflegefamilie geteilt.

Pünktlich um 15:00 waren dann die Pflegeeltern mit dem Rüden im Auto vor unserer Haustür. Wir sind dann gleich zu einem ersten Kennenlernen auf den Trainingsplatz von unserer Hundeschule gefahren und haben die beiden Buben laufen lassen. Was für eine riesige Freude auf allen Seiten, die Hunde haben sich nach kurzem Beschnüffeln offensichtlich gut verstanden. Der Rüde lief auf dem Platz herum, als ob er hier daheim sei, Hoomer hat ihn ohne Kommentar seine Runden ziehen lassen. Sogar beim Verteilen von Leckerle saßen die beiden Rüden friedlich nebeneinander und darauf gewartet ihren Teil abzubekommen. Wir haben uns Rüden natürlich genau angeschaut, denn wir wollten sicher sein, dass der Hundemann zu uns passt. Unter anderem habe ich sein Gebiss angeschaut, was sich als verheerender Fehler herausstellte. Ich wollte halt wissen, ob er sich ins Maul schauen lässt und ob seine Zähne in Ordnung sind.

Im Anschluss sind wir zu uns zum Kaffeetrinken gefahren. Die Hunde lagen beide total entspannt bei uns Menschen, Rüde hat sich ab und zu ein Spielzeug von Hoomer geholt und stolz präsentiert, Hoomer war es vollkommen egal. Friede und Ausgeglichenheit auf der ganzen Linie. Die Pflegeeltern hatten noch viel Fragen an uns, die wir alle gerne beantwortet haben. Überhaupt waren die beiden sehr liebenswerte offene Menschen, mit die sich viel Zeit für ihren Schützling und für uns genommen haben. Als sie um 18:30 Uhr abfuhren, haben sie eine gebrauchte Decke von Hoomer mit genommen, damit sich Rüde schon einmal an den Geruch gewöhnen kann. Wir waren alle vier sicher, dass der Adoption von dem Rüden nichts mehr im Wege steht….Letzte Entscheidung hätte allerdings die Vorsitzende des Vereins.

Am nächsten Vormittag ruft die Vorsitzende des Vereins an und verkündet nach kurzer Einleitung, dass wir den Rüden nicht bekommen könnten. Die Begründung: Hoomer ist als Deckrüde beim EKU (Europäische Kynologische Union) zugelassen und Menschen, die einen Deckrüden haben könne man keinen unkastrierten Rüden überlassen, denn die Gefahr, dass er zum Decken benützt wird sei zu groß. Mir ist die Luft weg geblieben, ich dachte ich falle auf der Stelle um. Ich habe ihr angeboten eine eidessstattliche Versicherung abzugeben, dass mit Sicherheit mit dem Rüden nicht gezüchtet werde und außerdem sei Hoomer schon lange aus der Zucht. Das gelte alles nicht sagte Sie, die Statuten des Vereins würden es so bestimmen….und dann fragt sie mich doch unverfroren, ob ich den Rüden nehmen würde, wenn er kastriert wäre. Rüde ist allerdings vermutlich Epileptiker und wird gerade eingestellt, eine Katration ist zurzeit unmöglich, außerdem weiß ja niemand, wie und ob er sich verändert – eine Frechheit und ausgemachte Dummheit so etwas überhaupt in den Raum zu stellen.

Diese Frau Vorsitzende hat uns so hingestellt, als ob wir verantwortungslose und gewissenlose Vermehrer ohne Ehre im Leib wären. Wenn man einem Hund ins Maul schaut, was noch nie einer ihrer Leute gemacht hätte, dann sei das doch verdächtig. Dazu fällt mir bis jetzt wirklich nichts mehr ein, für wie blöd hält man uns denn? Merke, jeder der einen Deckrüden hat, ist auch ein übler Mensch, dem man aus dem Tierschutz keinen intakten Rüden geben darf.

Leute, wir sind so entsetzt, traurig und wütend. Der Goldie wäre genau der Hund gewesen, der zu unserer kleinen Familie gepasst hätte. Wir können es nicht fassen, wie wir behandelt wurden….

Wir wurden von der Vorsitzenden des Vereins als Menschen 2. Klasse eingestuft, die es nicht wert sind einen Hund aus dem Tierschutz zu übernehmen.
Leider können auch die Pflegeeltern nichts unternehmen, die Dame regiert ihren Verein von oben herab.

Am Samstag war der Rüde schon nicht mehr auf der Seite…so schnell werden Hunde in diesem Verein vermittelt…seltsam so ganz ohne Vorkontrolle?

Advertisements