Wer schimpft sich denn alles Züchter, wo ist es berechtigt und wo nicht?

Dies ist eine Frage, die immer wieder gestellt wird, daei ist es ganz einfach. Die allgemeine Erklärung dazu finden wir in Wikipedia

Als Zucht wird in der Biologie die kontrollierte Fortpflanzung mit dem Ziel der genetischen Umformung bezeichnet. Dabei sollen gewünschte Eigenschaften verstärkt und ungewünschte Eigenschaften unterdrückt werden. Um die Ziele zu erreichen, wird durch den Züchter oder die Züchterin zum Beispiel nach einer Leistungsprüfung eine Zuchtwertschätzung durchgeführt, um dann gezielt Individuen mit gewünschten Eigenschaften durch Selektion zu wählen und miteinander zu kreuzen oder zu verpaaren. Es können auch auf künstlichem Weg Mutationen ausgelöst oder Organismen gentechnisch modifiziert werden. Neue Pflanzensorten oder Tierrassen werden als Neuzüchtungen bezeichnet, diese unterliegen gesetzlichen Bestimmungen.

Herkömmliche Zuchtverfahren der Kreuzung und Paarung sind in ihren Möglichkeiten der Genkombination begrenzt, da insbesondere bei Tieren eine fruchtbare Fortpflanzung unter artfremden Individuen stark eingeschränkt ist (siehe Maultier). Um diese artspezifische Begrenzung zu überwinden wird die Gentechnik eingesetzt, deren Verfahren kontrovers diskutiert werden.

Darüber hinaus bietet Wikipedia noch eine Menge weiterer Links zum Nachlesen an, was unter Zucht, im Besonderen der Hundezucht so allgemein verstanden wird Hundezucht.

Somit ist definitiv klar, dass sich nur die Personen „Züchter“ nennen dürfen, die in einem Verein unter klaren Regeln und Kontrollen ihre Hunde verpaaren, also züchten.

Jeder der seinen Hund verpaart ohne in einem Verein zu sein, ist somit KEIN Züchter! Auch kein Hobbyzüchter oder was auch immer, er ist schlichtweg ein Vermehrer, egal wie gut er sich um seine Hunde kümmert – er vermehrt, er züchtet nicht!

Zur Zucht gehört ein Zuchtziel, eine Veränderung, Verformung oder auch Erhaltung diversen Gentmaterials. Ganz wichtig sind auch die Vorfahren, da Genetik oder Vererbung nicht bei den Elterntieren aufhört, sondern noch viele Generationen davor mit einbezieht.

All das wissen Vermehrer nicht, da sie keinerlei Info über die Vorgeschichte mehrerer Generationen der verpaarten Hunde besitzen. Somit wissen sie auch nichts über den Gesundheitszustand der Vorfahren und welche genetisch bedingten Krankheiten ggf. auftauchen können, auch noch Generationen später.

Hundezucht ist wichtig und sinnvoll, sie sie als Zucht betrieben wird und nicht einfach mal vermehrt wird, weil sich die eigene Hündin ach so gut mit Nachbars Lumpi versteht und die ja auch optisch ganz gut zusammen passen würden. Das ist Vermehrerei und sonst gar nichts!

 

 

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